Auflösung

Die Auflösung einer Digitalkamera wird in Pixel angegeben. Ein Pixel entspricht einem Bildpunkt auf dem digitalen Kamerasensor. Eine Auflösung von z.B. 16,7 Megapixeln (MP) entsprechen im 3 zu 2 Format eine Pixelanordnung von 4992 x 3328 Bildpunkte auf dem Sensor.  Je höher die Auflösung ist, umso größer kann ein Bild am Monitor oder als Ausdruck ausgegeben werden, ohne dass das Foto künstlich gestreckt und unscharf wird. Heutige bezahlbare Einsteiger- und Fortgeschrittenenkameras (Stand: Jahr 2015) haben Auflösungen zwischen 12 und 24 Megapixel. Alleine die Anzahl der Pixel ist jedoch nicht ausschlaggebend für die Bildqualität. Hier spielen die Größe des Kamerasensors sowie die verwendeten Objektive eine erhebliche Rolle.


Fokus(sierung)

Die Fokussierung ist eine Entfernungsmessung zwischen Kamera und Objekt. Wird ein Objekt fokussiert, so wird dieses und alle anderen Objekte, die parallel zum Kamerasensor in der gleichen Entfernung liegen, im Sucher der Kamera sowie auf dem Foto scharf dargestellt. Abhängig von der Blendenöffnung ist der Vorder- und Hintergrund zum Fokuspunkt mehr oder weniger (un)scharf. Diesbezüglich spricht man von der Schärfentiefe.


Schärfentiefe oder Tiefenschärfe ?

Über diese Frage findet man im Internet viele Diskussionen. Die beiden Begriffe haben jedoch die gleiche Bedeutung und geben die räumliche Tiefe an, die auf dem Foto scharf abgebildet wird. Eine geringe Schärfentiefe entspricht einem gering scharfen Hinter- und/oder Vordergrund auf einem Bild. Bei einer hohen Schärfentiefe hingegen, werden auf dem Bild Vorder- und Hintergründe ebenfalls scharf dargestellt. Die Schärfentiefe bezeichnet also die Ausdehnung der Schärfe auf einem Foto.


Blende

Der Begriff Blende wird in der Fotografie als Abkürzung für die Blendenöffnung genutzt. Die Blendenöffnung wird bei modernen Kamerasystemen, mit Hilfe der Kamera, im Objektiv eingestellt und regelt den Lichtdurchlass zum Kamerasensor. Ist die Blende weit geöffnet, findet ein großer Lichtdurchfall statt und die nötige Belichtungszeit auf dem Kamerasensor wird kürzer. Ist dagegen die Blende weit geschlossen, so ist der Lichtdurchfall geringer, womit sich die Zeit für die korrekte Belichtung eines Fotos verlängert. Außer der Belichtungszeit ist auch die Schärfentiefe abhängig von der Blendenwahl. Je offener die Blende eingestellt ist, umso geringer ist die Schärfentiefe. Sie erhöht sich jedoch, sowie die Blendenöffnung verkleinert wird. Um die Blende im halbautomatischen Modus einstellen zu können, wird für moderne Objektive ein Wahlrad oder Taster an der Kamera genutzt. Um nun ein wenig Verwirrung in die Theorie zu bringen, sollte an dieser Stelle erwähnt werden, dass der eingestellte Blendenwert an der Kamera umgekehrt proportional zur Blendenöffnung ist. Das soll heißen: Je kleiner der eingestellte Blendenwert in der Kamera, desto größer ist die Blendenöffnung. Daraus folgt der größere Lichteinfall und somit die kürzere Belichtungszeit. Je größer der Blendenwert in der Kamera, desto kleiner ist die Blendenöffnung, desto geringer ist der Lichteinfall auf den Sensor und die Belichtungszeit verlängert sich.


Verschlusszeit / Belichtungszeit

Die Belichtungszeit ist die Zeit, die der Kamerasensor bei einer Aufnahme dem Licht ausgesetzt wird. Zusammen mit der Blendenöffnung wird die Lichtmenge bestimmt, die auf den Sensor eintrifft. Die Belichtungszeiten können von kurzen Millisekunden bis hin zu mehreren Minuten oder gar Stunden variieren.
Bei modernen Kameras beträgt die kürzeste Belichtungszeit 1/4000s (Sekunde) oder sogar nur 1/8000s. Diese Zeiten entsprechen 0,25 ms (Millisekunden)  bzw. 0,125 ms. Die am häufigsten verwendeten Belichtungszeiten liegen bei 1/500s bis zu 1/2s. Ab einer Zeit von etwa 5s spricht man von einer Langzeitbelichtung. Bei letzteren Werten  ist die Verwacklungsgefahr jedoch sehr hoch und die Fotos können unscharf sein. Mit anderen Worten, je länger die Belichtungszeit ist, desto größer ist die Verwacklungsgefahr und desto unschärfer kann das Foto werden. Aus diesem Grund gibt es folgende Faustregel: Die Belichtungszeit sollte nicht länger, wie der Kehrwert der eingestellten Brennweite am Objektiv sein. Dies bedeutet zum Beispiel: Ist eine Brennweite von 200mm am Objektiv eingestellt, so sollte die Belichtungszeit kleiner als 1/200s sein. Da hier vom Kehrwert gesprochen wird, möchte ich darauf hinweisen, dass 1/150s länger und 1/250s kürzer als die Zeit aus dem o.g. Beispiel ist.
Sollte die Belichtungszeit nicht kurz genug für verwacklungsfreie Bilder eingestellt werden können, so kann natürlich auch ein Stativ oder höhere ISO-Werte Abhilfe schaffen. Handelt es sich jedoch um ein dynamisches Objekt, wie eine Person ein Tier oder ein wehender Baum, so kann das Stativ auch nicht weiterhelfen.
Im halbautomatischen und im manuellen Modus, kann die Belichtungszeit vom Fotografen selbst bestimmt werden. Wird diese Zeit zu kurz eingestellt, sind Fotos unterbelichtet und somit zu dunkel. Sind im Gegensatz die eingestellten Zeiten zu lang, sind die Bilder überbelichtet und zu hell. Von unter- und überbelichteten Fotos spricht man in der Fotografie, sobald einzelne Bildbereiche keine Zeichnungen bzw. Strukturen aufweisen.
Zum Abschluss soll gesagt sein, dass die Belichtungszeit neben der Blende das wichtigste Gestaltungsmittel für ein Bild ist. So hat man bei sehr kurzen Belichtungszeiten, z.B. Wassertropfen im Bild „eingefroren“ oder den drehenden Propeller eines Hubschraubers detailliert abgebildet. Bei langen Belichtungszeiten werden z.B. ein Wasserfall sehr weich und der rotierende Propeller als Kreis dargestellt.


ISO-Wert

Der ISO – Wert beschreibt die Lichtempfindlichkeit eines Kamerasensors. Höhere Werte, sprich eine höhere Lichtempfindlichkeit des Sensors, ermöglichen kürzere Belichtungszeiten. Diese Funktion wird genutzt, um verwacklungsfreie Freihandaufnahmen bei zu langen Belichtungszeiten zu ermöglichen. Wird der ISO – Wert verdoppelt, halbiert sich die Belichtungszeit. Die Erfahrungswerte von Amateur- und Profifotagrafen sagen aus, dass die Belichtungszeiten, bei ISO 100, in Wäldern, bei Dämmerung, in geschlossenen Räumen und bei Nacht zu lang sind, um scharfe Fotos ohne Stativ realisieren zu können. Folgende Empfehlungen werden von Fotografen ausgesprochen:


- bei Sonnenschein: ISO 100 bis 200
- bei bewölktem Himmel, in Wäldern und in geschlossenen Räumen: ISO 400 bis 800
- bei Nacht: > ISO 800

Jedoch gibt es auch bei dieser Einstellungsoption einen erheblichen Nachteil, dieser sich „Rauschen“ nennt. Je höher der ISO – Wert eingestellt wird, umso mehr nimmt das Rauschen auf dem Foto zu. Betrachtet man das Foto in 100% - Auflösung auf dem PC, wirkt es unsauber und verpixelt. Dieser Nachteil wäre natürlich auch auf einem großen Ausdruck zu sehen. Hier muss selbst ausprobiert werden, wie hoch das Rauschen der Kamera bei den verwendeten ISO – Werten ist und welche Ansprüche man an seine Bilder hat.